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Grafikkartenempfehlungen für Rhino 5

Update vom 13. März 2015
Haben Sie Probleme mit der Anzeige? Versuchen Sie diese Anleitung zur Behebung von Anzeigefehlern.

McNeel empfiehlt keine konkrete Hardware, noch führen wir selbst Vergleiche durch. Dies überlassen wir unseren Anwendern:

Andere Artikel zu Hardware:


Allgemeine OpenGL-Anforderungen

Rhino verwendet OpenGL zur Anzeige der Modelle im Ansichtsfenster. Die besten OpenGL-Grafikkarten für Rhino sind solche, die für den professionellen Betrieb ausgelegt sind. Wir empfehlen Karten mit so viel Grafikspeicher wie möglich. Anbieter von OpenGL-Grafikkarten veröffentlichen regelmäßig neue Treiber. Diese neuen Treiber beheben bekannte Probleme und führen manchmal zu neuen. Wir empfehlen, Ihre Treiber stets auf dem neuesten Stand zu halten.

  • Rhino 4 benötigt OpenGL 1.1
  • Rhino 5 benötigt OpenGL 2.0 und Shader 1.2

Wenn Sie zwei Grafikkarten haben, lesen Sie sich folgenden Artikel über die Verwendung von Rhino mit zwei Grafikkarten durch.


Update der Grafikkartentreiber

Achtung: Wir empfehlen die Erstellung eines Systemwiederherstellungspunkt, bevor Sie mit der Installation beginnen.

Verlassen Sie sich besser nicht auf die automatischen Windows-Updates. Laden Sie sich den Treiber lieber direkt über die Homepage des Herstellers herunter.


Herstellerinformationen

Intel-Grafikkarten

Rhino 5 SR11 funktioniert mit Grafikkarten des Chipsatzes Intel HD3000 und neuer. Bekannte Produkte mit diesen neueren Chipsätzen sind die 13“-MacBooks von Apple oder die Surface-Pro-Tablets von Microsoft. Dabei handelt es sich nicht um Hochleistungskarten.

Intel-Grafikkarten mit einem älteren Chipsatz als HD3000

Intel-Grafikarten mit einem älteren Chipsatz als HD3000 werden nicht empfohlen.

Rhino verwendet bei diesen Karten Software-Emulation und funktioniert bei aktivierter Hardwarebeschleunigung unter Umständen nicht richtig.

Ausführung von Rhino mit aktivierter Hardwarebeschleunigung:

  1. Gehen Sie im Rhino-Menü auf Werkzeuge und anschließend auf Optionen.
  2. Wählen Sie im Dialogfeld Optionen den Reiter OpenGL.

Wenn Sie merken, dass sich die Leistung von Rhino nach der Aktivierung verbessert hat, sollten Sie die neuen Einstellungen beibehalten. Viele der Feature von Rhino 5 wie die schattierte oder gerenderte Anzeige sowie der Analysemodus nutzen OpenGL. Die Leistung dieser neuen Features wird nicht allzu großartig sein, aber es ist unter bestimmten Umständen wichtiger, dass sie überhaupt funktionieren.

nVIDIA-Quadro-Karten

Dies sind High-End-CAD-Grafikkarten.
Stellen Sie sicher, dass Sie die Treiberversion 340.66 oder neuer verwenden.
Weitere Informationen.

Nvidia GeForce

Die Nvidia-GeForce-Produktlinien GT und GTX funktionieren gut mit Rhino.

GT 200er und 300/s scheinen recht schnell zu sein. Die GeForce-Grafikkarten, die auf Nvidia FERMI basieren (z.B. die Serien der GeForce FX 400 und 500) funktionieren ebenfalls, zeigen aber nicht den Leistungszuwachs, den wir von den teureren Karten erwarten würden. Teilweise waren sie sogar langsamer als die der 200er- und 300er-Serie.

ATI/AMD

AMD-Radeon-Grafikkarten werden NICHT empfohlen
AMD-Radeon-HD-Karten sind problematisch für Rhino 5. Sie sind nur für DirectX gedacht. Grafikkartentreiber von AMD für die Radeon-Karten nach Dezember 2013 können seltsame Artefakte im schattierten Anzeigemodus hervorrufen, wenn Antialiasing aktiviert ist.
Hinweis: Seit November 2015 scheint AMD alle älteren Treiber von seiner Homepage verbannt zu haben.

Wenn Sie eine Radeon besitzen, verwenden Sie nach Möglichkeit einen älteren Treiber und deaktivieren Sie das Antialiasing.

Die Grafikkarten der Serien FirePro v7900 und v5900 werden empfohlen
FirePro-Karten sind sehr schnell, wobei ihr Antialiasing nicht so gut wie das der Nvidia ist.

FireGL 5800/7800/8800

Diese Grafikkarten sind sehr gut. Die 5800er ist eher im Low-End-Bereich der FirePros anzusiedeln, ist aber dennoch eine sehr gute Karte. Die 7800er ist die mittlere der FirePros und die 8800er das High-End-Modell.

Crossfire

Die Benutzung von zwei Karten sollte grundsätzlich eine Besserung bringen, auch wenn ich nicht sicher bin, ob man den Unterschied in Rhino so sehr merkt. Die Crossfire-Technologie zeigt ihre wahre Stärke besonders in Situationen, in denen die Grafikkarte maximal beansprucht wird. Dies können beispielsweise hochauflösende Grafiken oder Spiele mit sehr hohen Bildraten sein. Rhino arbeitet allerdings etwas anders. Die meiste Zeit (etwa 95 %) befindet sich die Rhino-Anzeige im Leerlauf und macht gar nichts.


Ein Hinweis zu Leistungs-Benchmarks

Programmierer von Treibern verbringen Monate damit, ihrem Code den letzten Schliff zu verpassen, um so gewisse Benchmarks zu erfüllen und darin besser abzuschneiden. Ein Benchmark an sich sagt aber gar nichts aus. Er ist nur der Beweis dafür, dass dieser spezielle Benchmark auf einem speziellen Grafikprozessor besser oder schlechter lief.

Benchmarks zeigen nicht, wie der Grafikprozessor unter Realbedingungen läuft und welche Leistung er dabei erbringt. Wenn also EIN Spiel auf einer bestimmten Grafikkarte besser läuft, heißt das noch lange nicht, dass alle Spiele nun auf dieser Karte besser laufen.

Es ist wahrscheinlicher, dass die Benchmarks nur deswegen erwähnt oder verfügbar sind, weil sie besser waren. Und was ist mit all den anderen Benchmarks, bei denen die Karte versagt hat oder bedeutend schlechter war?

Benchmarks sind Marketinginstrumente, die dazu benutzt werden, ein Produkt so zu positionieren, dass es besser dasteht als die Konkurrenz. Als Maßstab für die Anwendung und Leistung unter Realbedingungen sind sie eher ungeeignet.

Für wertvolle Informationen in dieser Hinsicht sollten Sie sich in Nutzerforen umsehen und auf die Erfahrung und das Feedback anderer Nutzer vertrauen. Sie können Ihre Fragen beispielsweise direkt im Rhino-Userforum stellen.

de/rhino/rhino5videocards.txt · Last modified: 2016/02/15 by thomas